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Galtür - ein kleines Dorf mit großer Vergangenheit

Ihr Urlaub in Galtür

Galtür liegt inmitten der herrlichen Alpenlandschaft am Schnittpunkt der romanischen, alemannischen und bajuwarischen Kulturkreise. Es wurde von drei Seiten besiedelt und geprägt: Von den Engadinern aus dem Süden, den Walsern und Vorarlbergern aus dem Westen und von Tirolern aus dem Osten.

Die ersten romanischen Siedler besetzten die Almen rings um den damals noch versumpften Talboden am Zusammenfluss von Vermunt- und Jambach. Seit 1095 hatten sie ihre Käse-Zinse an Grundherren im Unterengadin und im fernen Vinschgau abzuliefern. Diese Zinsverpflichtungen bestanden bis zu den Zeiten Napoleons, also über 700 Jahre lang. Der Name Galtür = Cultura erinnert noch heute an die Kultivierungsarbeit der Engadiner und wurde zum ersten mal 1146 n. Chr. erwähnt (1280 wurde der Name Paznaun zum ersten mal erwähnt).

Im 19. Jahrhundert wurden die ersten Straßen durch das Paznaun gebaut. Die Reisenden aus der großen weiten Welt "entdeckten" Galtür . Sie fanden ein armes Dorf vor, "mit einer Kirche, einem Gasthaus und 7 bis 8 elenden Hütten," wie es in einem Bericht heißt. Was Lawinen und Hochwasser, hartherzige Grundherren und Steuereintreiber durch Jahrhunderte nicht vermocht hatten, brachte die neue Zeit mit ihrer "Globalisierung" fertig: Billige Lebensmittel wurden mit der Eisenbahn herangekarrt, die Preise verfielen und die Bergbauern verarmten. Die uralten Wege über die hohen Pässe wurden zu Schmugglerpfaden; statt Getreide schleppten die Paznauner jetzt Kaffee und Tabak vom Engadin, um das nackte Überleben zu sichern. - Aber eines Tages ging es wieder aufwärts: Die Bergsteiger entdeckten die Schönheiten der Silvretta, die Jamtalhütte wurde gebaut, bald darauf folgten die ersten Hotels und Pensionen. Die Touristen brachten erneut Leben und Wohlstand in das Tal.

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